Der erste Trip ging am ersten Februarwochende nach Belfast, Nordirland. Dort wollte ich schon länger mal hin und dank günstigen Flugtickets hat es jetzt ganz gut gepasst.
Bekannt hauptsächlich als "Geburtsort" der Titanic und für die troubles im 20. Jahrhundert hat sich die Hauptstadt Nordirlands in den letzten Jahren sehr verändert. Es gibt so langsam immer mehr Tourismus, aber im Februar war es noch sehr ruhig, was auch an dem weniger guten Wetter gelegen haben mag.. Mir hat die Stadt auf jeden Fall echt gut gefallen und ich kann einen Trip dorthin nur empfehlen, es gibt viel zu sehen und die Leute sind super nett :).
Übernachtet habe ich im Lagan Backpackers Hostel, was echt cool und sehr günstig war, 12£ pro Nacht inklusive full english breakfast!
Der Staff war super nett und es gab gute Sightseeing- und Weggehtipps. Und coole Leute hab ich ebenfalls hier kennen gelernt :).
Das Hostel liegt mitten im Queen's Quarter, dem Uni neigbourhood, was auch ganz nett ist, da es viele gemütliche Pubs und günstige Läden gab.
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| Botanical Gardens |
| Queen's University Belfast |
Die Queen's University ist echt hübsch und man konnte auch einfach so reinlaufen und sich allles ansehen, sehr nett.
Neben der Uni befindet sich die Botanical Gardens und das Ulster Museum. Letzteres ist von außen echt hässlich und verdient daher hier kein Bild, bot sich aber als gute Beschäftigung für ein paar Stunden während strömendem Regen. Die section über die history der troubles in Nordirland war am interessantesten.

Am Rand der Innenstadt befindet sich St. Malachy's Church. Von außen sieht diese eher weniger aus wie eine Kirche, sondern (laut Schild) mehr wie ein Tudor castle.
Von innen sieht sie unerwarteter weise komplett anders aus, mit einer besonders schönen Decke.
Lustig: 1868 wurde der damals höchste Glockenturm Belfasts hinzugefügt, kurz darauf aber wieder abgebaut, da es Beschwerden gab, dass das laute Glockenläuten das Maturing des Whiskeys in einer nahe gelegenen Distillery störe :D..
| Opera House |

Die Belfast City Hall bietet, wie viele Sights hier, kostenlose Touren an, very nice. Das 1906 gebaute Gebäude befindet sich mitten in der Innenstadt und ist von innen äußerst pompös eingerichtet, wirklich hübsch.
In den grounds rundherum befindet sich der Titanic Memorial Garden, mit einem Sockel, auf welchem sich die Namen aller 1512 Menschen befinden, die auf der RMS Titanic gestorben sind.
Der St. George's Market ist eine große Indoor Markthalle, die Freitag bis Sonntag geöffnet ist. Ich war hier Sonntags zum Lunch und es war echt komplett voll, mit vielen Ständen, die alles von Essen, über Kaffee bis zu Kunst verkaufen. Und natürlich gibt es auch immer gute Livemusik, was mir generell an Irland echt gut gefällt.
Die Statue auf dem Bild rechts heißt "Beacon of hope" und befindet sich am River Lagan, östlich des Zentrums.
Sie repräsentiert laut Informationstafel Hoffnung, Aspiration, Frieden und Versöhnung.
Zudem steht sie auf einem Globus, was für die Diversität der Kultur in Belfast stehen soll und eines der Ziele der Stadt zeigt, nämlich Menschen aus allen Ländern zusammen zu bringen.
| Titanic Belfast & Docks Area |
Wenn man am River Lagan nach Norden entlang läuft, kommt man zu der Docks Area, wo sich das Museum "Titanic Belfast" befindet (Bild links). Da die Eintrittskarten hier jedoch überteuert waren und mein Lonely Planet davon abrat, habe ich mir das Geld gespart (habe dann auch später im Hostel jemanden getroffen, der dort war und dies bestätigt hat :P..). Zudem war ich ja schon in dem anderen Titanic Museum in Halifax (Kanada).
Hinter dem Museum (Bild unten) befindet sich der Titanic Slipway, wo das berühmte Schiff gebaut wurde.
Auf dem Bild rechts seht ihr die Albert Memorial Clock.
Und nein, das Bild ist nicht schief, sondern der Turm. Nicht nur Pisa, sondern auch Belfast hat einen schiefen Turm. Er ist 35m hoch und hat eine Neigung von 1,25m von der Senkrechten. Grund dafür ist, dass er auf einer Holzkonstruktion gebaut wurde, auf Land welches vom Fluss reclaimed wurde und daher nicht sehr stabil war.
| Street Art |
Links auf dem Bild ist die 1904 gebaute St. Anne's Cathedral, die Hauptattraktion in Cathedral Quarter. 2007 wurde die lustige Spire geadded (oben in der Mitte, nicht so gut zu erkennen), eine Stahlspitze, welche "Spire of Hope" genannt wurde, passend zu der anderen Hope Statue.
Im Westen der Stadt befindet sich die Shankill Road Area. Hier findet man super viele politische Wandgemälde, weshalb diese Gegend von einem Journalisten als "the world's greatest open-air gallery" bezeichnet wurde.
Diese berühmten Murals addressieren alle mögl Themen von Politik, über Soziales bis Kultur. Die Tradition gibt es seit 1908 und die Kunstwerke reichen von politischen Statements über Erinnerungen an Kriege bis zu fröhlichen Andenken.
| Peace Wall |
Die Peace Wall (Bild oben) mitten in dieser Area ist eine von 48 Grenzmauern in Nordirland, die in der Zeit der troubles ab 1969 gebaut wurden, um katholische von protestantischen neighbourhoods zu trennen. Eigentlich als temporäre Lösung gedacht, welche nur 6 Monate bestehen sollte, stehen sie immernoch. 2012 fand eine Studie heraus, dass 70% der Bewohner dies auch für immernoch nötig halten...
2013 wurde jedoch endlich beschlossen, dass sie alle bis 2023 verschwinden sollen.
| River Lagan & City centre |
Im Dunkeln ist die Stadt auch sehr hübsch, also ging es abends immer erst noch bisschen spazieren, bevor wir dann zu einem Pub sind.
Gute Pubs gibt es hier natürlich reichlich, mit live music jeden Abend, und günstig sind sie auch - sehr cool :D!
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| Queen's Uni |
| Queen's bridge & Beacon of hope |
Ingsgesamt hat es mir hier echt gut gefallen und ich kann einen Trip hierher nur empfehlen :)!
Coole Stadt, viel Geschichte, super nette Leute, nur das Wetter hat noch Luft nach oben :D..
Zwei Wochen später war in Genf überraschend gutes Wetter für Februar, also ging es hoch auf die Cathèdrale Saint Pierre in der Altstadt. Diese hat zwei Türme, die man für eine super Aussicht über Genf besteigen kann.
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| Ausblick nach Norden, über Genfer See |
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| Ausblick nach Osten bis Mont Blanc in der Mitte und Salève rechts |
| Mont Blanc Gebirge |
| Ausblick nach Westen bis zum Jura Gebirge |
Vom 5. bis 13. März fand dann der "86e Salon international de l'auto et accessoires" (Genfer Auto Salon) statt. Am Eröffnungswochenende kam mein Dad zu Besuch und Samstags gings dann mit ihm und Samuele dorthin.
Der Genfer Salon ist eine der Big Five Automessen der Welt und hat jedes Jahr ungefähr 700.000 Besucher. Die Messe ist wesentlich kleiner als zum Beispiel die IAA, aber zieht auch ein ganz anderes Klientel an, da hier die High End Supercars im Fokus liegen, passend für die ganzen rich people in Genf.Dieses Jahr gab es 160 Welt- und Europa-Premieren zu sehen.

Weltpremiere des Lamborghini Centenario (Bild links): gibt es nur 40 Stück von, waren alle schon verkauft!
Von 0 auf 100km/h in 2,5 Sekunden!

Bild rechts: Weltpremiere des Bugatti Chiron, das Highlight des Auto Salons, daher auch tausend Leute drumrum. Hiervon werden nur 500 produziert, die Hälfte davon war bis dahin auch schon verkauft, zu einem Preis von 2,4 Millionen Euro!
0 auf 100 in 2,4 Sekunden!

Rechts im Bild: neuer Aston Martin DB11, 600PS, V12 Motor
Links im Bild: alter Aston Martin DB5, wie im 1964 Bond Film Goldfinger (finde ich persönlich schöner als den neuen :P..)


Die Messe war echt cool, sehr viele super schöne Autos mit unglaublicher Power und noch unglaublicheren Preisen :D..
Sollte man echt mal gesehen haben!
Im nächsten Eintrag gehts dann weiter mit einer Wanderung durchs Lavaux in der Schweiz und einem Trip nach Frankreich, an die Côte d'Azur :).




























