Mittwoch, 23. März 2016

Italien Trip & Dezember

Am letzten Novemberwochenende ging es zusammen mit Lisa und Samuele ins Aosta-Tal (Valle d'Aosta).
Samuele ist der italienische Intern bei uns in der Firma und seine Oma hat in Breuil-Cervinia ein Ferienhaus, in welchem wir übernachten konnten, also haben wir diese perfekte Chance für einen Italien Trip genutzt :).



Falls, ihr den Ort noch nie gehört habt, ist nicht schlimm, ging mir vorher genauso.
Ist aber auf jeden Fall kennens- und noch viel mehr sehenswert, denn er liegt direkt am Matterhorn (auf Italienisch Cervinho, daher auch der Ortsname).

Unseren Trip könnt ihr auch rechts auf der map sehen ->





Wir hatten uns für das Wochenende ein Auto gemietet und sind dann Samstags morgens hier losgefahren. Nach der Durchfahrt des Mont-Blanc-Tunnels in Italien angekommen haben wir erst mal einen Stop in Courmayeur gemacht, wo das Valle d'Aosta auch beginnt.

Hier war das Wetter leider noch nicht so gut und es war noch sehr bedeckt.


Der Ort an sich ist nichts besonderes. Er ist, wie auch Cervinia, an einem Skigebiet gelegen und daher hauptsächlich dafür bekannt.
Aber es gab ein paar hübche Häuschen, wie das rechts auf dem Bild. Die Art mit Steinen und bisschen Holz zu bauen ist typisch für diese Gegend.

Im Verlauf der Weiterfahrt wurde das Wetter dann auch immer besser.

Das Aosta-Tal ist die kleinste Provinz Italiens und ist bekannt für seine vielen Burgen und Skigebiete. Außerdem gibt es hier kurioserweise neben Italienisch noch eine zweite offizielle Amtssprache: Französisch. Deshalb ist auch alles doppelt ausgeschildert.

Auf dem Weg kamen wir an einigen Burgen vorbei, zum Beispiel dem Castelli di Saint-Pierre (siehe Bild oben) oder dem Castello Reale di Sarre (rechts im Bild).
Schön bei der Durchfahrt des Aosta-Tals ist halt auch, dass man unten in der Mitte entlang fährt und rechts und links die schneebedeckten Berge hochgehen :).

Von der Autobahn abgebogen (wo es dann nachmittags so 15 Grad war) gings dann nördlich hoch richtung Cervinia, was auf 2000m liegt.

Kurz vor dem Ort haben wir noch einen Stop am Lago Blu eingelegt, wo auch bereits Schnee lag und die Temperatur deutlich tiefer war, bei Minusgraden.

Der See ist echt ganz nett und man hat den ersten super guten Blick auf den nahegelegenen Matterhorn, mit 4478m einer der höchsten Berge der Alpen, einer der meistfotografierten Berge und weltberühmt, wegen der schönen Form (-> Muster für Toblerone :D..). Der Berg steht genau auf der Grenze zwischen der Schweiz und Italien und gehört jedem dieser Länder halb.

Der Ort Breuil-Cervinia an sich ist ganz nett, nicht super hübsch aber man fährt hier ja auch nicht dafür her. Durch seine Lage am Gletscherskigebiet von Zermatt kann man hier das ganze Jahr über Ski fahren, auch im Sommer.
Es ist daher ein typischer Skiurlaub-Ort, mit vielen Hotels und Restaurants.
Letztere haben auch echt gutes italienisches Essen serviert! :)




Nachdem wir uns also den Ort und die Gegend angesehen hatten ging es abends zum leckeren Dinner und anschließend in die Ferienwohnung von Samueles Oma, wo wir netterweise übernachten konnten.



Rechts noch ein schönes der circa 100 Bilder, die wir zusammen vom Matterhorn gemacht haben :P..








Sonntags gings dann von Cervinia wieder runter ins Tal, wo dann natürlich wieder schönstes Sommerwetter herrschte.
Den ersten Stop auf dem Rückweg haben wir in Saint-Vincent eingelegt, einem kleinen Örtchen, dass ein beliebter Kurort ist, wegen seinen Mineralthermen.

Von dort gings dann weiter zum Castello di Fénis. Die Burg aus dem 14. Jhdt. ist die berühmtesten der Aosta-Tal-Burgen.
Man kann auch reingehen, aber das haben wir uns gespart, da wir genau zur Mittagspausenzeit dort waren und die Siesta ist in Italien bekanntlich sehr lange.. :D.

Im Anschluss ging es dann in die Hauptstadt der Region, Aosta. Mit 35.000 Einwohnern ist sie nicht besonders groß aber es gibt einige schöne alte römische Bauwerke bzw. die Reste davon.

So zum Beispiel der Triumphbogen Arco d'Augusto links im Bild am Beginn der Innenstadt.


Collegiata di Sant'













Vom ehemals vierstöckigen Theater ist die 22 m hohe Bühnenwand erhalten.

 Marktplatz
Kathedrale

Der ganze Trip war echt sehr cool und wir haben das schöne Wetter, den Schnee und das gute italiensische Essen sehr genossen :D.





Am ersten Dezemberwochenende wurde dann in Genf der Beginn des Fête de l'Escalade gefeiert und zwar mit den Cours d'Escalade, einer Reihe von Läufen durch die Stadt. Es gibt viele verschiedene Längen und Level, von Marathon bis Kinderlauf. Mit Abstand am lustigsten ist dabei das Marmite Race.
Skilift

In diesem geht es nicht um die schnellste Zeit, sondern nur um die Teilnahme und darum, Spaß zu haben, denn die Läufer treten in allen möglichen Kostümen an, sehr lustig :D.


 

Am darauf folgenden Wochenende findet dann das Fête de l’Escalade jährlich statt und erinnert an die erfolgreiche Verteidigung der Stadt Genf gegen den Duc de Savoie Charles-Emmanuel I in der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 1602.
Eine der grossen Symbolfiguren dieses Festes ist die Mère Royaume, die der Legende nach während der nächtlichen Schlacht einen Feind erschlagen hat, indem sie ihren Kochtopf voll heisser Suppe auf ihn runter fallen ließ.
Daher kommt auch die Tradition des Schokoladentopfes 'Marmite de l'Escalade', den man um die Zeit überall in Genf kaufen kann, zusammen mit Marzipangemüse zum Füllen.
Dieser wird dann am Feiertag traditionell vom Jüngsten und Ältesten der Familie gemeinsam zerschlagen.




Am diesem Feiertag findet zudem ein historischer Fackelumzug durch die Innenstadt statt.






Der Umzug endet dann vor der Cathédrale de St. Pierre in der Altstadt, wo ein Freudenfeuer gezündet wird.














 

Am darauffolgenden Wochenende hatten wir dann unsere Office Christmas Party, bei Peter, einem Kollegen, zuhause. War sehr cool, besonders die Feuerzangenbowle, die Peter für uns gemacht hat. Schön anzusehen und sehr lecker! :D













Am nächsten Tag sind wir dann zum Montreux No
ël gefahren, da alle "Weihnachtsmärkte" (falls man die so nennen kann) in Genf echt nicht gut waren und der in Montreux einer der berühmtesten der Schweiz ist.

Mit einem deutschen Weihnachtsmarkt kann man diesen jedoch auch echt nicht vergleichen :P..


Was jedoch neben den vielen schön kitschigen Leuchtfiguren ganz cool ist, sind die Chalet-style Buden, die man schon gar nicht mehr Buden nennen kann (Bild rechts). Teilweise mehrstöckig und restaurant-like von innen.

Ansonsten gleicht das ganze ein bisschen einem Rummel statt einem Weihnachtsmarkt :P..


Schön ist, dass der Markt direkt am Seeufer entlang geht, auch wenn diese künstlierische Installation etwas seltsam ist :D..









Aber es hat sich trotzdem gelohnt zu kommen, denn es gab (gar nicht mal so überteuerten) Glühwein ;).







Kurz darauf gings dann für Weihnachten nach Hause und anschließend über Neujahr nach Basel. Mehr dazu im nächsten Eintrag :)!

Mittwoch, 2. März 2016

Oktober & November


Am ersten Oktober weekend ging es mal nach Hause, für den Geburtstag meines Dads.
Dieser hatte von einem Freund ein besonders cooles birthday present erhalten, eine Testfahrt des neuen Ford Mustang GT V8 (421 PS). Davon hat jedoch nicht nur mein Dad, sondern auch ich profitiert - war echt ganz nett zu fahren :D!





Ansonsten war der Oktober relativ uneventful und chillig. Mein Französisch Kurs ist gestartet, wir haben bisschen Rugby World Cup angeschaut und ich habe endlich mein Schweizer Visum bekommen, nach nur drei Monaten Wartezeit..  Und bei dem Namen "Ausländerausweis" fühlt man sich doch gleich sehr willkommen.













Am vorletzten weekend ging es dann noch zum UN Open Day, anlässlich des 70. Geburtstages der United Nations.
War ganz interessant alles mal von innen zu sehen, aber es war leider so überfüllt, dass alle Touren schon ausgebucht waren und man in manche Räume gar nicht rein konnte, weil diese schon voll mit Leuten waren..







Der November war dagegen richtig schön busy, jedes Wochenende stand ein anderer Ausflug an :D.

Am ersten Sonntag gings mit Lisa nach Montreux, ans andere Ende des Genfer Sees. Und obwohl es nur eine Stunde mit dem Zug entfernt ist, ist das Feeling hier schon ganz anders. Die Architektur ist viel mehr "typisch schweizerisch" als in Genf.


Montreux ist echt nicht groß, nur 25.500 Einwohner, aber Millionen Touristen jedes Jahr.
Besonders berühmt ist die Stadt für das jährliche Montreux Jazz Festival und das Château de Chillon aus dem 13. Jahrhundert.
Außerdem haben viele berühmte Bands hier im Mountain Recording Studio im Casino Montreux Alben aufgenommen, unter anderem Queen, David Bowie, die Rolling Stones, Phil Collins, Sting, Michael Jackson, Miles Davis und Deep Purple.
Letztere haben auch hier den euch sicher bekannten Song "Smoke on the water" geschrieben, nachdem sie gesehen haben wie bei einem Frank Zappa Konzert im Casino Feuer ausgebrochen ist (siehe Lyrics: https://www.youtube.com/watch?v=BbXlFjTTqtk).




Timing-mäßig war es eigentlich eine sehr gute Zeit um hierher zu fahren, weil alle Bäume so schön bunt waren, aber leider war es fast den ganzen Tag so zugezogen, dass wir die Berge nicht sehen konnten bis abends.. Normal sind die bei allen Bildern (zB rechts) immer super schön im Hintergrund zu sehen..

Nachdem wir uns die Stadt angesehen haben, gings dann zum Château de Chillon, eine halbe Stunde südlich von Montreux. Es ist mit 300.000 Besuchern pro Jahr das meistbesuchte und meistfotografierte historische Gebäude der Schweiz.
Es ist komplett von Wasser umgeben und über eine Holzbrücke aud dem 18. Jhdt. zu erreichen. Dank der saftigen Eintrittspreise sind wir jedoch nicht rein sondern haben es uns lediglich von außen angeschaut.


Vom Schloss aus ging es dann entlang der Uferpromenade zurück in die Stadt. Das ist ein echt schöner Spaziergang und man kommt nochmal an fast allen Sehenswürdigkeiten und allen Luxushotels vorbei. Dann ist es auch tatsächlich noch etwas aufgeklart, sodass man zumindest die Bergumrisse erkennen konnte :).




 An der Uferpromenda findet man auch die 3m hohe Freddie Mercury Statue, die 1996, 5 Jahre nach seinem Tod zu seiner Ehre errichtet wurde. Das ganze Jahr über legen Besucher Blumen und Geschenke an die Statue.
Er hatte ein Apartment in Montreux, ein Chalet in den Bergen in der Nähe und Queen haben hier ab 1979 alle ihre Alben aufgenommen.






Unten eine der vielen anderen Kunstskulpturen entlang der Promenade, sehr lustig :).



Rechts seht ihr noch das teuerste Luxushotel der Stadt, das Fairmont Le Montreux Palace, wo alle Reichen und Berühmten übernachten.
Es bietet alles, was man sich nur vorstellen kann, liegt direkt am See und gegenüber des Auditorium Stravinski, der berühmtesten Concert Venue, in welcher auch das Jazz Festival stattfindet.














Am folgenden Wochenende kamen Lennart und Marlena aus Berlin zu Besuch. Es war ein echt cooles weekend und ich habe ihnen Genf und Lausanne gezeigt :).








Limmat

Am nächsten Wochenende gings dann nach Zürich, wo ich mich mit Laura getroffen habe :).

Zürich ist mit ca. 400.000 Einwohnern die größte Stadt der Schweiz und es wird daher oft angenommen, das es die Hauptstadt sei.



Altstadt
Fraumünster

Es ist im Vergleich zu Genf auch wirklich wesentlich großstädtischer und es gibt wesentlich mehr Möglichkeiten und Dinge zu tun.

Besonders schön ist die Altstadt entlang der Limmat, dem Fluss, der in den Zürichsee fließt.



Hauptbahnhof


Wir hatten echt ein cooles Weekend mit gutem Wetter, einem gutem AirBnB Host und haben uns alles angeschaut, was uns interessiert hat :).






Nach dem vielen Sightseeing haben wir uns dann auch mal was gegönnt, und zwar eine sehr leckere heiße Schokolade im berühmten Café Sprüngli :D.
Unter dem Café befindet sich der Original Laden, eine Institution in Zürich seit 1836, mit unglaublich guten Schokoladenkreationen, aber leider auch unglaublichen Preisen..



Außerdem sind wir auf den Ütliberg hochgefahren, dem laut Schild "schönsten Hausberg der Schweiz" :D.
War auch echt ganz nett dort oben und man hat einen schönen Blick über die ganze Stadt und über die Alpen (sieht man leider nicht soo gut im Bild oben).





<- Besonders schön waren auch die Straßenlaternen auf dem Ütliberg :D..












Wir haben es jedoch nicht nur bei Zürich belassen, sondern auch noch einen Ausflug nach Winterthur gemacht, die sechst-größte Stadt des Landes, die ganz in der Nähe liegt. Hier war es auch ganz schön, sehr relaxed und mit vielen schönen non-chain stores :).




<- Auch ganz hübsch ist die Stadtkirche aus dem 13. Jhdt.

















Am vorletzten Weekend des Monats kam mein Cousin Thomas vorbei. Samstags waren wir in Genf unterwegs und sind abends zur "Disco sur la Glace" - Ice skating in der Hockey-Arena bei Discolicht und Musik , sehr cool :D.





Sonntags haben wir dann zusammen mit Lisa einen Trip nach Frankreich unternommen, um genau zu sein nach Chamonix und Annecy.


Morgens auf dem Weg war das Wetter noch nicht so gut, es war so bedeckt, dass man gar keine Berge sehen konnte..
Doch relativ passend, als wir in Chamonix ankamen (circa 1h von Genf) fing es glücklicherweise langsam an aufzuklaren :).

Chamonix ist ein kleiner, aber sehr berühmter Ort im Departement Rhône-Alpes in Süd-Ost-Frankreich. Auf die weniger als 10.000 Einwohner kommen jedes Jahr 5 Mio Touristen!
Berühmt ist er für das Skigebiet Chamonix-Mont-Blanc, eines der ältesten Frankreichs, in welchem auch die ersten Winter Olympics 1924 stattfanden.

Die beiden Figuren zeigen auf den Gipfel des Mont Blanc (4800m hoch), der sich leider auf dem Bild genau dort befindet, wo die Sonne in dem Moment ist.. (kommt aber unten noch auf einem Bild).
Der Ort selbst liegt im Tal auf ca. 1000m und ist auf beiden Seiten von einer Wand von Bergen eingegrenzt, wovon der Mont Blanc jedoch echt der unspektakulärste ist..



Links seht ihr dann auch noch ein Bild, auf dem der Mont Blanc zu sehen ist.
Es ist der, wie oben bereits erwähnt, unspektakulärste Gipfel von allen, da er relativ flach ist. Auf dem Bild ist er der in der Mitte, der am kleinsten aussieht, aber nur, weil er sich weiter hinten befindet.







Von hier gings dann mittags noch weiter nach Annecy. Nur 1h entfernt, aber viele Höhenmeter weniger war hier ein komplett anderes Wetter, viel eher herbstlich als winterlich.
Annecy liegt ganz schön zwischen dem Annecy See und den Bergen und wird auch "Venedig der Alpen" genannt.

Typisch für eine Frankreich an einem Sonntag war die Stadt fast wie ausgestorben, kaum Leute unterwegs und was zu essen zu finden hat sich auch schwieriger gestaltet als erwartet, bei nur einem geöffneten Restaurant..


Das lustige Blumen-Etwas im Bild oben soll übrigens einen Käse darstellen, wobei wir uns einig waren, das es viel eher wie Pacman aussieht :D...










Lake Annecy


















Am nächsten Wochenende gings dann nach Italien, das folgt aber erst im nächsten Eintrag ;)..